| |
Tiere in Not - das Jahr 2001 ! Das Jahr 2001 begann nicht sehr positiv. Zum Jahreswechsel wurde das Katzenbaby Maria in Kaunitz aufgefunden - jemand hatte ihr das Gesicht eingeschlagen. Dank intensiver Pflege wurde aus ihr ein fröhliches Katzenmädchen, das in eine neue Familie vermittelt werden konnte. Die heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar - 3 kleine Kater aus Bielefeld, reisten am 6. Januar an. Sie hatten leider keine Chance - jemand hatte sie vergiftet und sie verstarben trotz aller Bemühungen nach ein paar Tagen. Im Frühjahr wollte ein Bauer aus Verl seine drei Hundekinder ertränken - dank der schnellen Hilfe durch Polizei und Veterinäramt Gütersloh konnten alle drei von uns aufgenommen und aufgepäppelt werden. Im Sommer besuchten uns vier Hundekinder - Mischlinge zwischen Bobtail und Neufundländer. Die Hundemutter hatte 10 Babys zur Welt gebracht und kam mit der Situation nicht zurecht. Sechs Babys verstarben - die restlichen vier Hundekinder wurden nachts zu uns gebracht mit einem Gewicht von je 200 g. Wochenlang hieß es nun Flasche füttern, Windeln wechseln", und das alle vier Stunden - Tag und Nacht. Nach 6 Wochen in unserer Obhut wogen Donna, Micky, Ben und Bob jeweils 5 kg und konnten nach Hause entlassen werden - der Abschied war unheimlich schwer. Dank des schnellen Eingreifens unserer beiden Tierschutzmädels" konnte der kleine Kater Billy vor dem sicheren Tod gerettet werden - von Parasiten übersät und völlig ausgemergelt wurde er gefunden - stehen konnte er kaum noch. Durch liebevolle Pflege und sofortige tierärztliche Behandlung konnte auch er überleben und wohnt heute zusammen mit einem anderen Katzenkind bei einer lieben Familie. Mitten auf der Straße in Hövelhof wurde ein Mauswiesel zwischen seinen beiden überfahrenen Geschwistern aufgefunden. Es war schon abenteuerlich, daß wir unseren hauseigenen Katzen die Mäuse aus dem Maul klauen mußten, um dieses kleine fauchende Ungeheuer durchzubringen - es wurde erfolgreich ausgewildert. Für ein Eulenbaby, das aus dem Nest gefallen und vor ein Auto gelaufen war, kam leider jede Hilfe zu spät. Erna, ein 10 Tage altes Katzenmädchen, wurde einsam und verlassen an einem Bach in Kaunitz gefunden. Sie war so naß und kalt, hat sich nie richtig erholt und eine schwere Lungenentzündung bekommen. Sie verstarb trotz aller tierärztlicher Bemühungen nach 8 Wochen. Ein bis auf 18 kg abgemagerter 9 Monate alter Schäferhundrüde namens Cliff wurde in Verl aufgefunden - ein Bild des Jammers. In einer liebevollen Pflegestelle wurde er aufgepäppelt und hat heute ein schönes neues Zuhause. Unser Öhrchen" hat es besonders hart getroffen - ein Ohr hatte man der alten Katzendame abgeschnitten, aber damit nicht genug. Sie sollte ihren Lebensabend eigentlich in einer unserer Pflegestellen verleben, doch nach 4 Monaten bekam sie Knochenkrebs im Gesicht und mußte eingeschläfert werden - wir waren sehr traurig. Erinnern Sie sich noch an unseren Felix? Er wurde im Herbst 2000 in Sende aus einem fahrenden PKW geworfen, aufgepäppelt und vermittelt. Leider hat er durch Unsauberkeit gezeigt, daß ihm irgendetwas nicht gefällt. Auch eine erneuter Vermittlungsversuch in eine andere Familie scheiterte. Er verschwand für 16 Tage - nach endlosem Suchen fanden wir ihn völlig abgemagert wieder. Er lebt heute bei seiner ehemaligen Pflegemutter, ist nicht mehr unsauber und darf nun dort bleiben - es war wohl doch Liebe auf den ersten Blick! Während des ganzen Jahres wurden 12 Hunde aufgenommen und vermittelt, etliche zugelaufene Hunde an ihre Besitzer zurückgegeben - am aufregendsten war ein tauber und blinder 16 Jahre alter Mischlingsrüde auf Freiersfüßen, man glaubt es kaum! 148 Katzenkinder konnten in neues Zuhause vermittelt werden, ungefähr die gleiche Anzahl von Katzen konnte eingefangen und kastriert werden. Ob Marder oder Mauswiesel, Taube oder Eule, Hase oder Igel - alles hat man uns gebracht und viele von ihnen leben heute ein schönes Leben. Den Unverschämtheiten der Leute waren auch in diesem Jahr keine Grenzen gesetzt. Eine Dame, für die neun Katzen kastriert wurden - spendete DM 20,--. Eine Verler Geschäftsfrau überbot dieses mit einer Spende von DM 3,-- als Dankeschön dafür, daß man Sonntagsabends um 20.30 Uhr ihre entlaufene Katze eingesammelt hat, entwurmt und entfloht inkl. "Übernachtung mit Frühstück". Beide Almosen wurden dankend abgelehnt! Auf Spenden sind wir sicherlich angewiesen - derartige Unverschämtheiten müssen wir uns jedoch nicht gefallen lassen. Wir danken auf diesem Wege ALLEN, die uns unterstützt und geholfen haben, unseren beiden Tierärzten für ihren unermüdlichen Einsatz, der Gemeinde Verl für ihre großzügige Unterstützung bei unseren Kastrationen und auch der Besatzung des "Verler Lebens" für die tatkräftige Unterstützung bei unseren Anzeigen, sowie den Redaktionen der Tagespresse "Die Glocke" und dem "Westfalenblatt". Ebenfalls ein grosses DANKESCHÖN allen Regionalen Blättern wie "GT-Info", "Rietberger-Stadtanzeiger" und, und, und.... Auch angefreundet haben wir uns mit Wilma Werner - für eine Bockwurst gibt sie ihr Leben ;-) Vielen Dank! |